Es gibt Orte, die existieren nur noch in unserer Erinnerung. Die Arcade-Halle ist so ein Ort. In den 80ern und fruehen 90ern waren sie ueberall: in Einkaufszentren, an Bahnhoefen, in dunklen Seitengassen. Sie rochen nach Popcorn und Plastik, und das einzige Licht kam von den Bildschirmen.
Spiele wie Street Fighter II, Pac-Man und Metal Slug schufen eine Gemeinschaft ohne Internet. Man kannte sich vom Sehen, forderte Fremde heraus und lernte Combos durch Beobachten. Das Highscore-Board war das erste Social Network.
In Japan lebt diese Kultur bis heute weiter. Sega-Hallen in Akihabara, Taito Station in Shibuya – hier stehen Automaten, die es nie nach Europa geschafft haben. Rhythm-Games, Gundam-Pods, fotorealistische Rennkabinen.
Was koennen wir von den Arcades lernen? Dass Gaming ein sozialer Akt sein kann. Kein Mikrofon, kein Headset – nur du, dein Gegenueber und der Automat dazwischen. Vielleicht brauchen wir genau das wieder.